Deutsch

„Die Stadt haben wir gesäubert, San. Ich denke, unsere Arbeit hier ist getan.“ Dracia wischte sich den Schweiß von der Stirn und lehnte sich an die Rathauswand.
„Du irrst dich.“ San starrte zwischen den Häusern hindurch auf die Wipfel der Bäume. „Wir beide wissen, was wir da wirklich beseitigt haben. Davor darfst du dich nicht verschließen, Dracia Koboldjägerin.“
Dracia wand sich unbehaglich in ihrer leichten Rüstung. Natürlich wusste sie, dass das Grauen wiederkehren würde. Vielleicht nicht mehr in ihrer Lebensspanne, aber früher oder später würde eine neue Gruppe Märchenjäger nach Arboran zurückkehren müssen.
Ein Koboldnest war tückisch. Die Wesen, die Arboran terrorisiert hatten und die sie mit San ausgeschaltet hatte, waren nur das Fußvolk, das Verschleißmaterial. Koboldnester waren die Kasernen der Dunkelelfen, in einem Wald gab es immer mindestens drei davon. Von den Dunkelelfen selbst hatten die zwei nichts mitbekommen und das machte Dracia stutzig.
San bückte sich und hob einen Koboldschuh auf. „Rumpelstielzchen.“ So nannten die Märchenjäger untereinander besonders garstige Hüpfkobolde.
„Falls du es noch nicht gemerkt hast, alle getöteten Kobolde waren Rumpelstielzchen. Das ergibt keinen Sinn…“ Dracias Drang, von hier zu verschwinden und Arboran seinem Schicksal zu überlassen, wurde übermächtig.
„Ich nehme meine Aufgabe ernst, statt sämtliche Leichen zu plündern, weißt du?“
Dracia wurde rot. „Was heißt, plündern? Ich untersuche sie. Nur darum haben wir zwei so lange überlebt, falls du es vergessen haben solltest.“
„Wir sollten das Nest ausräuchern. Erst dann ist unsere Arbeit getan und die Einwohner Arborans dürfen in ihre Häuser zurückkehren.“
Genau deswegen war ihre Beziehung zu San in die Brüche gegangen. Genau deswegen. Weil er so ein grundehrlicher Prinzipienreiter war, immer das Richtige tun wollte, sich nicht mit Dracias Abkürzungen und Ausflüchten zufriedengeben wollte.
„Und gehen selbst dabei drauf? Unsere Arbeit war es, die Kobolde in der Stadt zu töten. Um die Nester müssen sich größere Brigaden kümmern, das können wir zu zweit gar nicht leisten und das weißt du.“ Wenn er auf stur schaltete, musste sie bei ihm bleiben.
„Aber es wäre falsch! Du hast selbst gesagt…“
„Ich weiß, was ich gesagt habe.“ Dracia hielt sich stark zurück, um ihn nicht anzufauchen. „Hier stimmt etwas nicht, es sind garantiert eine Menge Nester im Wald und wir sollten verschwinden und die Sache melden. Die Sache ist zu groß für uns.“
„Wir können einen Märchenwald ganz alleine hochnehmen, Drace. Gut genug sind wir allemal.“ Er warf ihr einen dieser Blicke zu, mit denen er in der Vergangenheit so gut wie immer seinen Willen bei ihr durchgesetzt hatte.
„Nein.“ Sie verschränkte die Arme vor der Brust. „Nicht dieses Mal.“ Sie hätte nach ihrer Trennung um einen anderen Partner verschränkte bitten müssen, es war eine schlechte Idee, weiterhin mit San zusammenzuarbeiten.
„Und wieso nicht?“
„Das habe ich dir bereits erklärt! Weil ich nicht sterben will! Wenn du so scharf darauf bist, den sieben kleinwüchsigen Weisen zu begegnen, dann freue ich mich für dich. Aber ich habe noch nicht vor, ins Reich der Schneeweißen Kaiserin einzugehen.“ Was war daran eigentlich nicht zu verstehen?
„Nun gut, du hast es so gewollt. Dann gehe ich eben alleine in den Wald und hole mir den ganzen Ruhm ganz alleine.“ Sprach es, drehte sich um und stiefelte tatsächlich die Straße entlang, ohne auch nur sein Schwert gereinigt zu haben.
„San!“ Dracia stieß sich von der Wand ab, hob ihren Dolch auf und stolperte ihm hinterher. „Du kannst doch nicht einfach…“
Nun, offensichtlich konnte er und ihr blieb nichts anderes übrig, als ihm zu folgen. Ihn sterben lassen konnte sie schließlich auch nicht.
Der Wald schluckte ihre Schritte, kaum dass sie ihn betreten hatte. Wo war San nur hin? Dieser Mann bereitete ihr nur Ärger… Selbst das Licht schien hier anders, diffuser. Sie fühlte die Magie förmlich auf ihrer Haut knistern.
„San?“ In der Stadt fühlte sie sich sicher, doch hier, im Märchenwald, war sie der Magie der sprechenden Tiere, der Dunkelelfen und Kobolde hilflos ausgeliefert. Es hatte schon seine Gründe, wieso sie sich niemals in die Märchenwaldbrigaden versetzten ließ und nach so vielen Jahren immer noch reine Koboldjägerin war. Bis jetzt.

English

„We cleansed the town, San. I think our duty is done here.“ Dracia wiped the sweat from her brow and leaned back against the wall of the town hall.
„You’re wrong.“ San glared between the houses, looking at the tree tops. „We both know, what we actually purged. You can’t ignore it, Dracia Gremlinhunter.“
Dracia wriggled in her light armour. Of course she knew the Terror would return. Maybe not while she was alive, but sooner or later a new group of fairytale hunters would need to return to Arboran.
A nest of gremlins was malicious. The creatures that were terrorizing Arboran and that she killed of with San were just the cannon fodder. Those nests were the Dark Elves‘ baracks, a forest harboured no less than three of them. They hadn’t seen any Dark Elves though and Dracia felt alarmed by that.
San stooped and picked up a gremlin’s shoe. „Rumpelstielzchen.“ That’s how fairytale hunter called especially nasty bouncing gremlins.
„Unless you didn’t notice by now, all killed gremlins were Rumpelstielzchen. That doesn’t make any sense…“ Dracia was almost overwhelmed by the urge just to get away from here and to abandon Arboran to its fate.
„I’m taking my duties seriously instead of looting all the bodies, just saying.“
Dracia blushed. „You call it looting? I inspect them. That’s why the two of us are still alive, just in case you forgot.“
„We ought to smoke the nest out. Then and only then our work is done and the citizens of Arboran can return into their homes.“
That was exactly why her relationship with San didn’t work. He was so absurdly thoroughly honest, such a stickler for principles wanting to do the right thing, that he plainly couldn’t be content with Dracias shortcuts and her tendency to make some song and dance.
„So you want to get us killed? Our duty was to kill off the gremlins in the town. The nests are for larger squads, a team of two can’t destroy them and you know that.“ If he dug in his heels, she had to stay with him.
„But it would be wrong! You said…“
„I know what I said.“ Dracia restraint herself from hissing at him. „Something’s plainly wrong here, there’ll be plenty of those nests in the Wood and we should get away and report the whole thing. That’s too dangerous for us.“
„We could nab the whole enchanted forest on our own, Drace. We’re good enough for that.“ He shot her one of his Looks that could so easily bend her will in the past.
„No.“ She fold her arms. „Not again.“ She shoud have asked for another partner after their break-up. It was a stupid idea to work on with San.
„Why not?“
„Aren’t you listening? ‚Cause I don’t wanna die! If you’re so eager to meet the Seven Small Sages, have a go at it. But I don’t intend to move on to the Realm of the Snowwhite Empress.“ What could be unclear about that?
„Well, as you want. I’ll go into the forest on my own. Means all the glory will be mine.“ He said it, turned around and really strode down the road without even taking the time to clean his sword.
„San!“ Dracia pushed herself off the wall, took her dagger and followed him. „You can’t just…“
Well, apparantly, he could and all she could do was to follow him. She couldn’t let him die after all.
The forest absord the sound of her steps as soon as she entered it. Where was San gone? This guy only gave her troubles… Even the light was different, more vague. She could feel the magic crackle on her Skin.
„San?“ She felt save in towns, but in an enchanted forest she was at the mercy of the magic of the Talking Animals, the Dark Elves and the gremlins. She had her reasons why she never applied for the enchanted forest squads and stayed gremlin hunter even after so many years. Until now.

Русский

„Мы почистили город, Сан. Я думаю, наше дело здесь зделонно.“ Драсья вытерла пот со лба и облокотилась об стену ратуши.
„Ты ошибаешься.“ Сан глядел скось дома на вершины деревьев. „Мы обе знаем, что мы на самом деле уничтожили. Не пытайся это забыть, Драсья Охотница по гномам.“
Драсья извивалась в своих легких доспехах. Естественно она знала, что ужас вернётся. Возможно не при её жизни, но рано или поздно новая группа охотников по сказкам должна будет вернутся в Арборан.
Гнездо гномов коварная штука. Существа, которые терроризировали Арборан и которые она уничтожила вместе с Саном были всего-лишь пушечное мясо. Гнёзда гномов являлись казармами Тёмных Эльфов, в каждом лесу существовало не менее чем три. Самих Тёмных Эльфов однако они не видели и это смущало Драсью.
Сан наклонился и поднял туфель гнома. „Румпельштильцхен.“ Так охотники сказок называли между собою особенно гадких прыгучих гномов.
„Если ты ещё не заметил, все убитые гномы являлись Румпельштильцхен. Это бессмысленно…“ Желание Драсьи, покинуть Арборан, стало сильнее..
„Я выполняю своё задание вместо того что-бы грабить трупов, знаешь?“
Драсья покраснела. „Что значит, грабить? Я их исследую. Если ты не забыл, по этому мы всё ещё в живых.“
„Нам стоит выкурить гнездо. Только тогда дело будет сделанно и жители Арборана смогут вернутся в свои дома.“
Именно по этому ихнее отношение не сошлись. Иммено из за этого. Потому что он был настолько чесен своим принципам и не давольствовал уловкам Драсьи.
„И сами мы при этом погибнем. Наше задание было, уничтожить гномов в городе. Для гнёзд есть большие бригады, мы в двоём не можем это сделать и ты это знаешь.“ Если он настаивал, она должна будет с ним остаться.
„Но это не правильно, ты сама сказала…“
„Я знаю, что я сказала.“ Драсья здержевалась, не фыркнуть на него. „Что-то здесь не так, сто процентов множество гнёзд в лесу и нам стоит от сюда   исчезнуть и передать дело в руки началстьво. Мы не потянем это.“
„Мы можем сами ликвидировать сказочный лес. Мы достаточно умелы.“ Он бросил на неё тот взгляд,  с помощью которого он в прошлом мог подчинить её своей волью.
„Нет. Не в этот рас.“ После их разлуки ей надо было попросить о другом напарнике. Дальше работать с Саном была плохая идея.
„И почему нет?“
„Я тебе всё время об этом говорю! Я ещё не хочу умирать! Если ты так сильно хочешь встретить Семь Малорослых Мудрецов, я за тебя очень рада. Я к ним и в королевство белоснежной Императрицы не собираюсь!“ Что было в этом непонятного?
„Ты сама этого хотела. Я сам пойду в лес и заберу всю славу себе.“ Сказал, развернулся и действительно потопал в доль улицы  не почистив даже свой меч.
„Сан!“ Драсья оттолкнулась от стены, подняла свой кинжал и семенила за ним. „Ты не можешь так просто…“
Очевидно, он очень даже мог и ей не оставалось ни чего другого ка следовать за ним. Она не могла дать ему умереть.
Лес проглотил звук ей шагов, как только она в него вошла. Где был Сан? С этим мушиной у неё одни неприятности были… Даже свет здесь был инним, странным. Она чувствовала, как магия хрустела на её коже.
„Сан?“ В городе она чувствовала себя в безопасности, но в сказочном лесу она была беспомощна против магии говорящих зверей, Темных Элфов и гномов. Существовали уважительные причини, по которым она не когда не просила повышения в сказочные бригады и оставалась рядовой охотницой за гномоны. По сей день.

Guten Tag! Hello! Привет!

Veröffentlicht: 1. Juli 2015 von Lestat in Allgemein

Deutsch

Dies ist ein Blog im Aufbau. Befüllt wird „Happy Internet Friends“ vorerst von meiner Wenigkeit, meiner Frau (noch unregistriert) und einem Kumpel von uns beiden.
Vielleicht kommen im Laufe der Zeit weitere Autoren hinzu. Wir posten nach Lust und Laune, idealerweise dreisprachig, bei Lyrik oder Sonderformen wie Drabbles gibt es eventuell nur ungefähre Übersetzungen.

Viel Spaß beim Lesen und willkommen hier!

English

This blog is unfinished (I’m gonna add some Pictures etc.) „Happy Internet Friends“ will be filled by me, my wife (who needs a WordPress account first) and a friend (who hasn’t an account yet, too).
Maybe we’ll add some authors over time, let’s see. Our postings will be published as we wish – whenever a muse kisses one of us or we just wish to share something – and we’ll try to blog in three languages.
Please be aware that poetry (especially syllably-things like Japanese style poetry) and specific forms like drabbles are almost intranslatable without losing the original form. We’ll try to mediate those or at least give you a paraphrase of the text. Sorry for the inconveniences.

Have fun! Welcome!

Pусский

Этот блог не окончен – в плане дизайна, в плане авторов итд. „“ (счастливые интернет-друзья) будет дополнятся мною, моей женой и нашим общем другом (эти двое должны ещё себе сделать аккаунт на сайте).
Возможно, другие авторы добавятся со временем (если захотят). Постинги будут появятся бес особенного ритма – как захотим и как время есть. Мы все студенты (я пишу кандидатскую), времени у нас не очень много, но много идей. Мы стараемся писать постинги в трёх языках (немецкий, английский, русский).
Прошу учесть, что особенно поэзия – мы все очень любим писать стихи, в том числе Хокку – отнюдь не всегда подлежит переводу, так же как и определённые виды прозы (разказы бес определенной буквы или рассказы в четка 100 слов, так называемые „“). В таком случаи мы можем дать лишь грубое описание текста.

Добро пожаловать и приятно провести время!